Schon seit ich das erste Mal von Die Präsenz hörte war mir klar, dass ich diesen Film unbedingt sehen muss.

Die ersten Kritiken klangen durchweg gut und steigerten den Hunger des gierigen Found Footage Fanboys in mir immer weiter.

Durch eine glückliche Fügung habe ich dann gleich zu Anfang des Jahres eine Rezensions DVD bekommen und konnte mir endlich ein eigenes Bild von Daniele Griecos Werk machen. (An dieser Stelle auch nochmal an vielen Dank an Daniele und Kay für die DVD).

Einem spannenden DVD-Abend stand nun also nichts mehr im Wege. Und ich war wirklich gespannt auf das was mich erwarten würde. In meiner Kritik verrate ich Dir, ob mir der Film gefallen hat oder nicht.

Die Präsenz Handlung:

Markus studiert Anthropologie und beschäftigt sich mit Aberglauben und Poltergeistern. Als er von seinem Freund Lukas erfährt, dass es eine Burg (Burg Hohnau) gibt in der es spuken soll, ist Markus nicht mehr zu halten.

Er will alles daran setzen etwas Paranormales aufzuzeichnen. Daher beschließen die beiden für eine ganze Woche in die alte Burg zu ziehen. Auch Markus Freundin Rebecca kommt mit, wird allerdings erst eingeweiht als die drei schon unterwegs sind.

Als sie sich schließlich unbefugt Zugang zu dem alten Gemäuer verschaffen sieht noch alles nach einem großen Abenteuer und vor Allem Spaß aus. Doch in der alten Burg treibt eine dämonische Kraft ihr Unwesen.

Die Präsenz Kritik:

Als ich die DVD nach 83 Minuten Spielzeit aus dem Player nahm, musste ich erstmal überall das Licht einschalten. Ich hätte Anfangs echt nicht gedacht, dass es tatsächlich so gruselig werden würde. Mir liefen so oft kalte Schauer den Rücken herunter, dass ich teilweise schon richtig gefroren habe.

Die Präsenz - Szene - Fußspuren in der Burg

© Stella Maris Film

Daniele Grieco und sein Team haben es hier wirklich verstanden Angst zu erzeugen, Spannung aufzubauen und im richtigen Augenblick für einen Schockmoment zu sorgen.

Ähnlich wie bei Paranormal Activity oder Grave Encounters entsteht ein Großteil des Horrors direkt im Kopf und hinterlässt dort auch lange nach dem Abspann des Films noch einen bleibenden Eindruck (Stichwort: Licht einschalten 😉 ).

Die Präsenz spielt mit den Ängsten in unserem Innersten

Die Präsenz schafft es auch ohne viel Blut oder böse Monster auszukommen, sondern spielt mit den Ängsten in unserem Innersten vor einer unsichtbaren und sehr unheimlichen Bedrohung. Die erwähnten Schockmomente tun dann ihr übriges.

Die Atmung setzt stellenweise kurz aus und die kleinen Härchen auf der Haut zieht es wie elektrisiert nach oben.
Besonders zum Ende des Films, geben sich Grusel, Horror und Schrecken dann gegenseitig die Klinke in die Hand, während die unheimliche Präsenz in den alten Mauern der Burg Hohnau zu ihrer Höchstform aufläuft.

Die Präsenz - Szene - Botschaft im Spiegel

© Stella Maris Film

Wie glaubwürdig ist Die Präsenz?

Mir ist Daniele Griecos Found Footage Film zu keiner Zeit in irgendeiner Form unglaubwürdig oder übertrieben vorgekommen. Zudem steckt er voller cooler Ideen, die ich so teilweise noch nicht gesehen habe.

Wie gut sind die Hauptdarsteller von Die Präsenz?

Natürlich lebt ein Film, wie dieser nicht allein durch seine gruselige Stimmung, den Schockeffekten und der passenden Location. Auch die Darsteller müssen überzeugen.

Hier besteht allerdings kein Grund zur Sorge, denn Henning Nöhren, Liv Lisa Fries und Matthias Dietrich machen ihre Sache wirklich klasse.

Ihr Text wirkt nicht aufgesagt oder einstudiert und ihr Spiel ist glaubhaft und authentisch. Ich hatte teilweise schon fast vergessen, dass ich einen Film und keine privaten Aufnahmen anderer Leite ansehe…

Die Präsenz - Szene - Die erste Nacht in der Burg

© Stella Maris Film

Gibt es eigentlich auch ein paar negative Dinge?

Einige werden jetzt vielleicht denken, dass das Wort Kritik in der Überschrift eigentlich nicht ganz richtig gewählt ist, denn bis jetzt habe ich ja nichts kritisiert, aber eine Kritik muss ja nicht immer negativ sein.

Ich bekomme auch kein Geld, oder ähnliches für diesen Text, sondern bin wirklich einfach nur begeistert von diesem Found Footage Film.

Auch wenn ich Die Präsenz jetzt schon gesehen habe, werde ich mich trotzdem auf den Weg ins Kino machen, wenn der Film in meiner Nähe aufgeführt wird.

Ich kann mir nämlich gut vorstellen, dass einige Szenen in einem Kinosaal voller erschrockener Zuschauer gleich noch intensiver rüber kommt, als alleine zu Hause auf dem Fernseher (und da war der Film schon sehr gruselig).

Die Präsenz - Szene - Die Geschehnisse geraten außer Kontrolle

© Stella Maris Film

Falls Du Die Präsenz noch nicht gesehen haben solltest und der Film zufällig in Deiner Nähe gezeigt wird, dann empfehle ich Dir dringend einen Kinobesuch.

Die Präsenz – Mein Fazit

Ich glaube, es ist schon zwischen den Zeilen herauszulesen, aber dieser Film hat mir wirklich sehr gut gefallen. Ich habe mich selten so gegruselt und erschrocken. Die Präsenz wirkt glaubhaft, authentisch und treibt sowohl den Blutdruck als auch die kleinen Härchen auf der Haut in die Höhe. Einer der besten Found Footage Filme, die ich bis jetzt gesehen habe.

Good
  • Viele Schockmomente
  • Neue Ideen
  • Sehr gute Schauspieler
  • Sehr gruselig
Bad
  • Ich werde mal Ausschau halten ;)
8.8
Großartig
Passionierter Blogger, Filmfreak und ein wenig Nerd!

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