Meine Kritik zum britischen Found Footage Drama

Ich hatte schon öfter gehört, dass es sich lohnen würde Exhibit A anzusehen. Irgendwann habe ich mir das Found Footage Drama dann mal als UK Import auf DVD bestellt. Seitdem fristete der Film ein erwartungsvolles Leben im Regal neben diversen anderen Streifen, die noch auf meiner ToDo Liste standen.

Gestern war es dann endlich soweit. Ob mir der Film gefallen hat oder nicht, verrate ich Dir in meiner Exhibit A Kritik.

Exhibit A Handlung

Familie King, bestehend aus Mutter Sheila, Vater Andy, Tochter Judith und Sohnemann Joe sind eine ganz normale Familie. Sie leben harmonisch in einem kleinen Vorort und leben in den Tag hinein.

Doch das soll sich nun ändern. Denn die Kings planen ein Haus am Meer zu kaufen.

Erst scheint auch alles in Ordnung zu sein, aber irgendwie häufen sich dann plötzlich die Probleme. Vater Andy versucht es zwar vor seiner Familie zu verbergen, setzt sich dadurch aber immer stärker unter Druck.

Und dann beginnt die Situation aus dem Ruder zu laufen…

Exhibit A Trailer

Exhibit A Kritik

Ich hätte mir das britische Found Footage Drama schon viel eher ansehen sollen. Exhbit A ist zwar nicht unbedingt etwas für zart besaitete, aber super gespielt und die meiste Zeit über auch sehr glaubwürdig.

Warum ist Exhibit A nichts für zartbesaitete?

Ich meine damit jetzt nicht, dass hier ein Tortue Porn, wie z.B. SAW auf Dich wartet. Der Film spielt eher mit der Gefühlswelt und wie schlimm es ist, so etwas zu tun…

Ich spiele damit besonders auf das Ende des Films an. Vater Andy tut dann nämlich etwas sehr grausames. Aus der Story und dem Trailer kannst Du bestimmt schon darauf schließen, aber ich möchte trotzdem lieber nicht spoilern.

Wie glaubwürdig ist der Film?

Weiter oben erwähnte ich ja, dass Exhibit A größtenteils sehr glaubwürdig gespielt wird. Ich bin Dir aber noch schuldig geblieben, warum „nur“ größtenteils.

Die einzigen Knackpunkte, die etwas an der Glaubwürdigkeit rütteln, sind die Szenen in denen körperliche Gewalt ausgeübt wird. Ganz besonders geht es mir hier um das Zuschlagen mit einem harten Gegenstand.

Hier wurde ich nämlich aus meiner „wowdaswirktallestotalecht“-Blase gerissen. Auch wenn natürlich klar ist und auch deutlich wird, was da gerade passiert ist, wirkt es irgendwie nicht echt.

Ansonsten ist aber alles top. Alle Darsteller spielen super und auch die Art, wie der Film aufgenommen ist, wirkt sehr authentisch.

Horror ganz ohne Dämonen, Geister oder Monster

In Exhibit A ist es Regisseur Dom Rotheroe und seinem Team gelungen ein sehr eingehendes Drama zu schaffen, welches einem auch nach dem Abspann noch im Kopf bleibt.

Auch wenn es sich hierbei nicht im eigentlichen Sinne um einen Horrorfilm handelt, entsteht ein gewisser Grusel vor dem was da noch so alles passieren könnte.

Wir erleben Schritt für Schritt mit, wie die Fassade von Vater Andy bröckelt und letztlich komplett einstürzt. Der treusorgende Vater ist dann plötzlich wie ausgewechselt und benimmt sich völlig unvorhersehbar.

Und genau dadurch entsteht zum Ende hin auch das Feeling eines Horrorfilms, wenn auch nicht so stark ausgeprägt, wie z.B. bei Blair Witch.

Mein Fazit:

Ich bin wirklich sehr positiv überrascht. Exhibit A ist wirklich ein gelungenes Drama / Thriller. Wer auf Found Footage Filme steht und auf einen paranormalen oder übernatürlichen Touch verzichten kann, der sollte unbedingt mal einen Blick riskieren.

Leider gibt es Exhibit A (zumindest meines Wissens nach) noch nicht in deutscher Sprache. Aber wenn Du Dir mal den UK-Import auf DVD ansehen möchtest, dann findest Du die Scheibe z.B. bei Amazon.

Bild: © depositphotos.com / sirylok

Good
  • Super gespielt
  • Bleibt lange im Kopf
Bad
  • Stellenweise leider nicht ganz glaubwürdig
7.7
Gut
Idee - 8.5
Gruselfaktor - 6
Spannung - 7.5
Glaubwürdigkeit - 8
Found Footage Faktor - 8.7
Passionierter Blogger, Filmfreak und ein wenig Nerd!
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