Die Köpfe hinter Frankenstein’s Army hatten eine echt gute Idee, die größtenteils auch ganz gut umgesetzt wurde. Allerdings hat der Film hier und da auch seine Schwächen. Ob der Found Footage Horror Sehenswert ist oder nicht erfahrt Ihr in meiner Kritik.

Darum geht es in Frankenstein’s Army:

Im zweiten Weltkrieg durchstreift eine Gruppe russischer Soldaten das Land auf der Suche nach Feinden. Dann fangen sie plötzlich den Hilferuf einer anderen Gruppe auf und entschließen sich kurzerhand ihnen zur Hilfe zu eilen. Die Koordinaten aus dem Funkspruch führt die Kameraden in ein kleines Dorf dessen Bewohner allesamt tod oder geflohen zu sein scheinen.
Anstatt der Bewohner und der in Not geratenen Soldaten befinden sich nun bizarre Wesen auf dem Gelände. Auf ihrer Erkundungstour verschlägt es die Kameraden tiefer und tiefer in eines der „leerstehenden“ Häuser. Dort treffen sie auf einen wahnsinnigen Doktor und seine Kreaturen…

Gruselfaktor:

So richtig kommt bei Frankenstein’s Army leider keine Gruselstimmung auf. Der Weg durch das „verlassene“ Gebäude ist zwar spannend und es fehlt auch nicht an fiesen Monstern und Blut, aber trotzdem ließen Gänsehaut und kalte Schauer auf sich warten. Im Gesamtbild hat der Gruselfaktor jetzt zwar nicht unbedingt gefehlt, aber man hätte den Film dadurch sicherlich noch besser machen können.

Frankensteins Army Szenenbild

© Ascot-Elite

Spannung:

An Spannung fehlt es in Frankenstein’s Army nicht. Zwar gibt es spannendere Werke, aber dennoch schafft man es nicht sich gedanklich mit anderen Dingen zu beschäftigen während man den Soldaten auf ihren sicheren Tod zumarschieren sieht.

Frankensteins Army Szenenbild

© Ascot-Elite

Glaubwürdigkeit:

Es gibt ein paar kleine Schwachstellen in der Logik von Frankenstein’s Army, aber wenn man über diese hinweg sieht, dann kommt einem die ganze Story recht glaubwürdig vor. Man folgt ja den russischen Soldaten erst auf ihrem Streifzug durch Wald und über Wiesen, bis sie dann letztlich in dem kleinen Dörfchen landen in dem der verrückte Professor Frankenstein sein Unwesen treibt. Unterwegs wird man stückweise an die Tatsache herangeführt, dass da irgendwas nicht stimmt (z.B. finden die Soldaten unterwegs merkwürdige Skelette mit mechanischen Gliedmaßen). Hätten die Macher sich noch etwas mehr Gedanken über die letzten 20 Minuten des Films gemacht, dann wäre ich geneigt gewesen Frankenstein’s Army noch zwei Punkte höher in der Kategorie Glaubwürdigkeit zu bewerten.

Frankensteins Army Szenenbild

© Ascot-Elite

Effekte:

Die Effekte sind gut, besonders bei den Monstern hat man sich viele Gedanken gemacht und vor Allem Mühe gegeben. Zwar darf man kein Effektfeuerwerk wie z.B. in Cloverfield erwarten, aber für den Rahmen des Films sind die Special Effects und das Monster MakeUp durchaus gut gelungen.

Fazit:

Frankenstein’s Army ist ein spannender Found Footage Film mit kleinen schwächen in der Glaubwürdigkeit, aber dafür mit super Idee und überzeugenden Effekten.

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Zusatzinfos:

Lange musste Regisseur und Creature-Designer Richard Raaphorst kämpfen, um FRANKENSTEIN’S ARMY auf die Beine zu stellen. Auch die erwartungsvollen Fans mussten sich gedulden, nachdem die ersten bizarren Mensch-Maschinen, von Raaphorst „Zombots“ genannt, durchs Netz stampften. 2013 auf dem Internationalen Filmfest Rotterdam marschierten dann Dr. Frankenstein und seine tödlichen Alptraum-Geschöpfe unter Hinterlassung einer breiten Spur aus Blut und Eingeweiden auf der großen Leinwand ein. Midnight Movie Madness mit hohem Gore-Faktor wie es Genre-Fans lieben. Raaphorst und seine Kreativ-Crew haben wirklich ganze Arbeit geleistet und ihrer wüsten, bösen Fantasie freien Lauf gelassen. Dabei wurde ganz auf sterile Computereffekte verzichtet. Jeder Zombot ist handgemacht und das merkt man den Leinwandmonstern auch an. In diesen Todesmaschinen steckt jede Menge blutrünstiges Leben!

Quelle: Ascot-Elite

Beitragsbild: © Ascot-Elite

Good

  • Gute Idee
  • Größtenteils gut umgesetzt

Bad

  • Einige Längen
  • Stellenweise unglaubwürdig
6.1

Ganz O.K.

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