Noch ist Hooked Up leider noch nicht in deutscher Sprache erschienen, daher habe ich mir einfach mal den UK-Import gegönnt um einen Blick auf den Film zu werfen. Ob sich die 9-tägige Wartezeit auf den Found Footage Film aus dem iPhone gelohnt hat, verrate ich Dir in meiner Kritik.

Darum geht es in Hooked Up

Peter ist frisch von seiner Freundin getrennt, weil sie ihn auf einer Party mit einer anderen beim Knutschen erwischt hat. Um seinen Kumpel aufzumuntern bucht Tonio daher einen Trip nach Barcelona um dort gemeinsam die Sau rauszulassen. Dort angekommen hat Peter erst keine Lust aufs Feiern, lässt sich letztlich dann aber doch überreden. Nach einigen coolen Drinks und heißen Flirts schleppen die beiden Freunde zwei betrunkene Frauen ab. Eine ihrer Eroberungen schlägt vor die Nacht bei ihr zu verbringen und von diesem Zeitpunkt an nimmt das Schicksal seinen Lauf. Was Tonio und sein Kumpel Peter nun erleben ist eine Nacht voller Terror, Schmerz und Grauen…

Hooked Up Kritik

Schon als ich den Trailer zu Hooked Up gesehen habe, war ich sehr interessiert an dem Found Footage Horrorfilm, obwohl ich mir damals noch zu 100% sicher war, ob es sich wirklich um einen Streifen aus diesem Genre handeln würde. Zum Glück aber war es ein waschechter Vetreter des Wackelkamer-Films und ein sehr guter noch dazu. Es gibt zwar hier und da ein paar kleine Macken, aber dazu komme ich gleich.

Zunächst mal hätte ich gar nicht gedacht, dass sich die Kamera eines Smartphones, in diesem Fall ein iPhone, überhaupt dazu eignet einen Film zu drehen, besonders nicht unter so schwierigen Lichtbedingungen, wie sie hier z.B. in den Clubs anzutreffen waren. Das kleine Elektronikwunder hat seine Sache aber wirklich gut gemacht. Ich habe mich nur gewundert in welchen Situationen die beiden Kumpels das Smartphone zum Filmen genutzt haben. Natürlich werden inzwischen nicht wenige Bereiche und Ereignisse des Lebens auf Fotos oder Videos festgehalten, aber z.B. in Stresssituationen (z.B. wenn mich eine maskierte Person mit einem sehr großen und sehr scharfen Messer in der Hand verfolgt) hätte ich andere Sorgen als die Kamera draufzuhalten. Es gibt noch ein paar weitere solcher Szenen, aber die möchte ich lieber nicht verraten um mögliches Spoilern zu vermeiden 😉

So viel zu den negativen Punkten. Womit Hooked Up auf jeden Fall punkten kann ist die Spannungskurve und der Gruselfaktor. Während sich die Augen förmlich am Fernseher festbeißen erleben die Nackenhaare und Kaltschweißdrüsen ein ständiges auf und ab. Genau so mag ich Horrorfilme und Thriller. Ich habe mich ein paar mal wirklich ganz schön erschrocken und war dann sofort wieder vom Treiben auf dem Bildschirm gefesselt.
All das wird noch durch die tollen Schauspieler gestärkt. Ich nehme den beiden Typen ihre Angst bzw. Panik wirklich ab und hatte vorher auch den Eindruck, die beiden wären wirklich auf einer Partytour durch Barcelona. Um es kurz zu machen: Es wirkt alles sehr echt und glaubwürdig. Gleiches gilt übrigens auch für die beiden Damen, die mich in ihren Rollen absolut überzeugt haben. Auch hier kann ich aber leider nicht genauer ins Detail gehen, ohne zu spoilern.
Einziges Manko in Punkto Glaubwürdigkeit sind eigentlich nur die oben erwähnten Situationen in denen die Kamera manchmal mitläuft. Hätten der Regisseur und sein Team dies besser ausgearbeitet, wäre die Glaubwürdigkeit des Films für mich perfekt gewesen.

Fazit

Hooked Up hat sich sofort und ohne Umwege einen Platz in meinen persönlichen Top 10 gesichert. Der Found Footage Film hat mir richtig gut gefallen. Ich war gebannt, habe mich gegruselt, erschrocken und die Schauspieler waren toll. Was will man mehr? Abschließend drücke ich nur noch die Daumen, dass Hooked Up seinen Weg auch in die Regale unserer Händler schaffen wird.

Good

  • Guter Gruselfaktor
  • Sehr spannend
  • Glaubwürdige und gute Schauspieler

Bad

  • Es ist nicht immer klar, warum die Kamera gerade laufen muss
7.6

Gut

Idee - 7
Gruselfaktor - 8
Spannung - 8.3
Glaubwürdigkeit - 7
Found Footage Faktor - 7.5
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