Die Dowdle Brothers (Quarantäne) schicken mit Katakomben (OT: As Above So Below) ein Found Footage Abenteuer in die Kinos an dem auch Indiana Jones seine Freude haben würde. Wie mir der Film gefallen hat, verrate ich Euch in meiner Kritik.

Darum geht es in Katakomben:

Die junge Archäologin Scarlett ist auf der Suche nach einem legendären Schatz und hat so eine Ahnung wo sie das gute Stück finden wird.

Denn tief unter den Straßen von Paris liegen nicht nur über 6 Millionen menschliche Überreste, die dort ihre letzte Ruhe verbringen, auch der sagenumwobene Stein der Weisen soll dort versteckt sein.

Kurzerhand schnappt sie sich ein paar Freunde und französische Tourguides und begibt sich auf einen Trip in ein dunkles und gruseliges System aus alten Tunneln.

Doch was Scarlett und ihre Begleiter dort finden ist leider nicht das was sie sich erhofft hatten, denn anscheinend liegt dort unten auch das Tor zur Hölle versteckt…

Katakomben Kritik:

Die Alchemie ist der Vorreiter der heutigen Wissenschaft und eins ihrer Vorzeigeergebnisse soll der Stein der Weisen sein, der von Nicolas Flamel erschaffen und dann in den Katakomben unter Paris versteckt wurde. Klingt ein wenig nach den Abenteuern von Dr. Jones und fühlt sich beim Ansehen auch teilweise so an. Zumindest würde ich mir Indiana Jones im Found Footage Stil in etwa so vorstellen.

Katakomben - Scarlett (PERDITA WEEKS) traverses miles of twisting catacombs beneath the streets of Paris in As Above/So Below.

Scarlett (PERDITA WEEKS) traverses miles of twisting catacombs beneath the streets of Paris in As Above/So Below. A journey into madness and terror, As Above/So Below reaches deep into the human psyche to reveal the personal demons that come back to haunt us all.
Credit: Legendary Pictures/Universal Pictures

Katakomben: Abenteuer meets Horror

Schon in den ersten Minuten des Films wird klar, dass Katakomben kein Found Footage Film wie alle anderen ist. Denn neben der echt gruseligen und spannenden Grundstimmung haben die Dowdle Brothers beim Dreh anscheinend auch sehr viel Wert auf Abenteuer-Feeling gelegt.

Und genau diese Mischung aus Abenteuer, Spannung und Grusel lässt Katakomben aus der mittlerweile beachtlichen Anzahl von Found Footage Filmen herausstechen. Ich habe mich ein paar mal wirklich erschrocken und als ich mich danach im Kino umsah ging es mir nicht alleine so 😉

Der Gruselfaktor lebt dabei aber nicht allein von der beklemmenden Szenerie, den engen Gängen oder mysteriösen Gestalten, sondern zu einem großen Teil auch an der Geräuschkulisse. Immer wieder ist ein lautes Dröhnen zu hören, das nicht nur den Darstellern durch Mark und Bein geht und dann klingelt da unten plötzlich auch noch ein Telefon?

Nachdem ich in einigen Kritiken gelesen habe, dass Katakomben viel zu „verwackelt“ (Es ist ein Found Footage Film!!!), klischeehaft und Langweilig sein sollte, bin ich froh mich nicht davon abhalten gelassen zu haben ins Kino zu gehen und mir mein eigenes Bild zu machen. Denn für mich war der Film nicht zu verwackelt und vor Allem nicht langweilig.

Katakomben - Benji (EDWIN HODGE) is trapped in the twisting catacombs beneath the streets of Paris in As Above/So Below.

Benji (EDWIN HODGE) is trapped in the twisting catacombs beneath the streets of Paris in As Above/So Below. A journey into madness and terror, As Above/So Below reaches deep into the human psyche to reveal the personal demons that come back to haunt us all.
Credit: Legendary Pictures/Universal Pictures

Was mir negativ an Katakomben aufgefallen ist:

Nach all dem Lob muss ich jetzt aber auch mal auf ein paar Dinge zu sprechen kommen, die mir nicht so gut gefallen haben, bzw. die mir aufgefallen sind:

  • Wenn sich zwei französische Landsleute treffen, warum sprechen sie dann englisch bzw. im synchronisierten Fall halt deutsch?
  • Wenn man sich in einer dunklen Umgebung befindet müssten sich die Augen ja eigentlich an die schlechten Lichtverhältnisse anpassen. Aber so gut wie niemand im Film blinzelt, wenn er plötzlich direkt von einer Lampe angestrahlt wird.
  • Am Ende… tja, dafür müsste ich spoilern und das möchte ich Euch nicht antun.

Ansonsten habe ich aber nichts zu meckern. Alle Schauspieler haben ihre Sache sehr gut gemacht und kamen glaubwürdig rüber. Auch wenn einige von ihnen etwas zu jung wirkten um z.B. gleich mehrere Doktortitel erworben zu haben. Vielleicht haben sie sich ja auch einfach nur gut gehalten 😉

Was mich übrigens besonders freut ist die Tatsache, dass der Found Footage Stil in Katakomben bis zum Ende durchgehalten wurde.

Die letzten Minuten des Films sind auf den ersten Blick zwar etwas verwirrend gewesen. Aber jetzt wo ich genauer darüber nachdenke passen sie gut zum Original Filmtitel „As Above So Below“ und dessen Bedeutung in der Schrift Tabula Smaragdina.

 

Katakomben - Scarlett (PERDITA WEEKS) investigates the twisting catacombs beneath the streets of Paris in As Above/So Below.

Credit: Legendary Pictures/Universal Pictures

Fazit:

Katakomben ist ein gruseliger, beklemmender und spannender Found Footage Film. Die Mischung aus Abenteuer, Horror und Thriller ist den Dowdle Brothers wirklich gut gelungen.

Für alle, die noch schnell etwas Wissen tanken möchten

Katakomben wurde an original Schauplätzen, nämlich den Katakomben unter Paris gedreht. Dabei handelt es sich um knapp 2000 Jahre alte Steinbrüche, die ab 1785 teilweise als unterirdische Beinhäuser genutzt wurden.
Unter den Straßen von Paris liegen noch immer die Überreste von ca. 6 Millionen Menschen, also mehr als die Stadt der Liebe Einwohner hat.

Quelle: Wikipedia

Beitragsbild: © Legendary Pictures/Universal Pictures

Good
  • Guter Gruselfaktor
  • Spannender Found Footage Film
  • Glaubwürdig erzählt
Bad
  • Kleine Logikfehler
7.9
Gut
Passionierter Blogger, Filmfreak und ein wenig Nerd!

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