Gergö Elekes, einer der Moth Regisseure, war so freundlich mich schon einen Blick auf das neue Found Footage Werk aus Ungarn werfen zu lassen. In meiner Kritik verrate ich Dir, ob sich dieser Blick gelohnt hat, oder nicht.

Darum geht es in Moth

Der Mothman wird von Augenzeugen oft als geflügeltes Wesen beschrieben, welches einem Engel ähneln soll, allerdings mit sehr dunkler Haut oder Fell und mit leuchtend roten, runden Augen. Beweise für die Existenz dieser Kreatur gibt es bis jetzt allerdings nicht. Genau das möchte die eifrige Dozentin Thora, zusammen mit Adam, einem ihrer Schüler, aber jetzt ändern. Gemeinsam reisen sie nach Europa um sich dort auf die Suche nach Beweisen für die Existenz dieser sagenumwobenen Kreatur zu machen. Dabei kommen die beiden der Wahrheit deutlich näher als sie gedacht hätten und begeben sich damit in tödliche Gefahr.

Moth Kritik

Bodom, der erste Found Footage Horrorfilm bei dem Gergö Elekes und József Gallai Regie geführt haben, hat mir schon sehr gut gefallen. Daher war ich auch schon sehr auf ihren neuen Ausflug in die Welt des Wackelkamerafilms gespannt. Jetzt habe ich Moth endlich gesehen und bin wieder sehr angetan. Leider haben die beiden Regisseure den Found Footage Stil diesmal nicht durchgehend verwendet, sondern haben den Anfang und das Finale auf „herkömmliche“ Weise gedreht. Das ist zwar schon irgendwie schade, aber trotzdem passen sich diese Szenen doch irgendwie ganz gut mit in den Film ein.
Mich hat besonders gefreut, dass sich Gergö und József auch dieses Mal wieder etwas ganz Besonderes für das Finale ausgedacht haben. Was genau das ist, kann ich ohne zu spoilern leider nicht erklären, aber es wird Dir mit Sicherheit auch gefallen. Durch das Ende werden auch einige Dinge klar, bei denen ich mich vorher gefragt habe, ob das wirklich so sein muss, z.B. warum die Kamera in bestimmten Szenen laufen muss, warum da eine Actioncam im Auto hängt und noch ein paar Kleinigkeiten mehr. Am Ende macht es wirklich alles Sinn und lässt den Film in einem ganz anderen Licht erstrahlen.

Moth

© Elekes Pictures

Natürlich kommen in Moth auch weder Spannung noch Grusel zu kurz und die Spielzeit von etwa 80 Minuten verfliegt förmlich. Die Schocker sitzen wo sie sitzen sollen und auch für einige kalte Schauer ist gesorgt.

Moth Szenenbild

© Elekes Pictures

Auch schauspielerisch gibt es nichts zu meckern. Diesmal ist Regisseur József Gallai sogar selbst einer der Hauptdarsteller und macht seine Sache wirklich super. Sowohl er als auch Hauptdarstellerin Lídia Szabó kommen sehr glaubhaft rüber und wirken zu keiner Zeit irgendwie aufgesetzt oder so als wenn sie nur ihren Text runter rattern würden.

Fazit

Es ist Dir inzwischen bestimmt schon klar, aber der Form halber sage ich es nochmal: Moth ist wieder ein toller Found Footage Film der Regisseure Gergö Elekes und József Gallai und hat mir wirklich sehr gut gefallen. Leider wurde der Found Footage Stil diesmal nicht durchgängig verwendet, aber dafür wartet das Ende wieder mit einer ungeahnten Überraschung.

Vielen Dank an Gergö Elekes, der es mir ermöglichte den Film jetzt schon zu sehen.

Good

  • Schöner Twist am Ende
  • Gute Idee
  • Gute Darsteller

Bad

  • Found Footage Stil leider nicht durchgängig
7.3

Gut

Idee - 8
Gruselfaktor - 7.2
Spannung - 7.6
Glaubwürdigkeit - 7.5
Found Footage Faktor - 6
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