RAW 2 – Das Tagebuch der Grete Müller Kritik

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RAW 2 – Das Tagebuch der Grete Müller gefällt mir deutlich besser als sein Vorgänger. Warum? Das erfahrt Ihr in meiner Kritik.

Darum geht es in RAW 2 – Das Tagebuch der Grete Müller

RAW 2 – Das Tagebuch der Grete Müller knüpft direkt an die Ereignisse des ersten Films an. Ivana hat es als einzige Überlebende aus dem Wald geschafft und versucht nun krampfhaft den Tod ihrer beiden Freundinnen und die Erlebnisse der letzten Tage zu verarbeiten. Das was nun vor ihr liegt, ist aber leider auch nicht gerade das was man eine Phase der Entspannung nennen kann. Denn nach Veröffentlichung ihrer Dokumentation wächst die Zahl der Menschen, die ihr nicht glauben wollen rasant an. Um reinen Tisch zu machen und alle von der Wahrheit zu überzeugen nimmt Ivana das Angebot einer TV Sendung an über die Geschehnisse in Grete Müllers Wald zu sprechen. Allerdings gibt es eine Bedingung für ihre Teilnahme: Sie mit dem TV-Team zurück zum Ort des Geschehens…

…kurze Zeit später erkennt das Fernsehteam, dass wirklich etwas an ihrer Geschichte dran war. Doch da ist es schon längst zu spät.

RAW 2 – Das Tagebuch der Grete Müller Kritik:

Das ist also die Story von RAW 2 – Das Tagebuch der Grete Müller. Mir persönlich gefällt diese Art der Fortsetzung richtig gut, also wenn Teil 2 direkt an die Ereignisse des ersten Films anknüpft und die Geschichte ohne großen Zeitsprung weitererzählt wird. Überhaupt wirkt die neue Episode aus der Grete Müller Sage in vielen Punkten sehr positiv. Besonders was die Gruselmomente und die Spannung angeht, haben Marcel Walz und sein Team in RAW 2 einen ordentlichen Zahn zugelegt und den unterbewussten Horroreffekt aus dem ersten Film noch einmal verstärkt. Auch die Kameras spielen dabei eine gute Rolle, hier huscht mal ein Schatten durchs Bild, dort sitzt plötzlich jemand oder etwas auf dem Gehweg… und während man noch versucht den Block zu fokussieren, ist der Moment auch schon wieder vorbei. Das gefällt mir wirklich gut.

Ebenfalls gut gefallen hat mir die Leistung der Schauspieler, die wieder sehr glaubwürdig wirkten und nicht einfach nur ihren Text heruntergeschnattert haben. Es gab zwar eine oder zwei Szenen, die in meinen Augen etwas unglücklich, aber das lag wohl eher an der Szene selber und weniger an den Darstellern. In RAW 2 – Das Tagebuch der Grete Müller hat der Cast ja auch nochmal ordentlich Zuwachs bekommen. So waren diesmal unter anderem auch Annika Strauss, Roland Freitag, Jace Rashid und Armin Barwich mit von der Partie. Alle zusammen ergaben eine Mischung, die ziemlich gut funktioniert hat.

Mir sind aber auch ein paar Dinge aufgefallen, die mir an RAW 2 nicht so gut gefallen haben:

  • Ein Problem mit dem auch andere Found Footage Filme zu kämpfen haben, ist die Frage: Warum musste an dieser Stelle nun ausgerechnet eine Kamera laufen?
    Na klar bringt es die Handlung voran und lässt Story Elemente mit einfließen, die mir als Zuschauer sonst womöglich entgangen wären, aber wenn dann z.B. plötzlich eine Kamera läuft nur um ein Gespräch zu filmen, dann wirkt das schon etwas merkwürdig. Und ein paar wenige dieser Momente waren leider auch in RAW 2 zu beobachten.
  • In einigen Szenen ist mir aufgefallen, dass diese mit Musik unterlegt wurden. Warum?
    Vielleicht wirken ein oder zwei Szenen dadurch etwas spannender, aber eigentlich passt solch ein Soundtrack eigentlich nicht in einen Found Footage Film. Ausser vielleicht es hält jemand seinen MP3 Player neben die Kamera.

Insgesamt sind diese zwei Punkte zwar nicht kriegsentscheidend, aber ich wollte sie mal erwähnt haben.

Bevor ich zu meinem Fazit komme, möchte ich noch einmal kurz auf Grete Müllers Sohnemann zu sprechen kommen. Eigentlich handelt es sich bei ihrem Nachwuchs ja um die böse Hauptfigur, auch wenn seine Mutter immer die Namensgeberin der Filme ist. Ganz am Ende des zweiten Teils kommt aber endlich etwas Licht ins Dunkel um diese Figur und stimmt schon einmal auf das ein, worauf wir uns in RAW 3 – Die Offenbarung der Grete Müller freuen dürfen. Genau diese Entdeckung hat sich sehr positiv auf meinen Seelenfrieden ausgewirkt und lies mich auch den ersten Film noch einmal aus einem ganz anderen Licht sehen.

Mein Fazit:

Im Vergleich zu seinem Vorgänger hat RAW 2 – Das Tagebuch der Grete Müller ordentlich an Tempo, Grusel, Spannung und Qualität zugelegt. Zwar hat es auch dieser Film nicht in meine persönlichen Top 10 geschafft, aber dennoch ist dieser Film durchaus sehenswert.

Good

  • Deutlich gruseliger als Teil 1
  • Glaubwürdig und gut gespielt

Bad

  • Dialoge leider schwer zu verstehen
  • Musik wo keine sein sollte
5.9

Durchschnitt

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