Seekers: Interview mit Robin Czerny

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Es ist schon ein paar Tage her, da hatte ich Michael Effenberger von Matador Film zum Interview gebeten um über seinen Found Footage Film Seekers zu sprechen. Seitdem wurde fleissig weiter an dem Film gearbeitet und wir dürfen uns bald über die Veröffentlichung freuen. Um die Zeit bis dahin zu überbücken und um noch etwas über den Film und die Dreharbeiten zu erfahren, habe ich Robin Czerny (The Course of Dr. Wolffenstein), einen der Hauptdarsteller, mal zum Interview gebeten.

Hallo Robin, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für dieses Interview genommen hast. Bitte stell Dich meinen Lesern einmal kurz vor.

Ja, gerne. Ich bin Robin Czerny, 31, ausgebildeter Schauspieler und lebe in Berlin. Ich habe in zahlreichen Filmproduktionen mitgewirkt und arbeite derzeit auch wieder an einer Langfilmhauptrolle.
Meine Hauptrolle des „Mike“ in „Seekers“ war meine 2. tragende Rolle in einem Langfilm und ich freue mich sehr auf die Fertigstellung! 🙂

Wie Du gerade schon angesprochen hast, spielst Du eine der Hauptrollen in Michael Effenbergers Found Footage Film Seekers. Möchtest Du meinen Lesern und mir etwas über Deine Rolle erzählen?

Ja klar! Meine Figur „Mike“ ist der „Gangleader“ der vier Freunde. Er ist mit seiner Freundin (Christine Winter), einer Freundin von ihr (Verena Puhm) und seinem Kumpel (Joel Sansi) auf der Jagd nach Geocaches.
Er ist ein Draufgänger, liebt das Leben und hat gerne Spaß. Dass er sich immer gleich ins Abenteuer stürzt wird man im Film sehen, mehr möchte ich aber noch nicht verraten 😉

Seekers Szenenbild

© Michael Effenberger

Das klingt auf jeden Fall schon sehr vielversprechend. Wie ist es eigentlich als Hauptdarsteller in einem Found Footage Film mitzuspielen?

Super! 😀 Es macht total Spaß und man kann die Freiheiten des Genres so richtig auskosten. D.h. dass wir, gerade wenn wir uns selber Filmen oft improvisieren können,
einfach das machen, was sich für die Figur in der Situation gut anfühlt, ohne uns zu strikt an ein festes Drehbuch halten zu müssen.
So sind einige schöne Szenen entstanden, die so anfänglich gar nicht geplant waren…

Schaust Du sonst auch Found Footage Filme oder war Seekers Dein erster Berührungspunkt mit diesem Genre?

Ich bin jetzt nicht per se Fan eines bestimmten Genres. Gerade auch als Schauspieler möchte ich mich da ganz bewusst nicht festlegen und tue das auch nicht, was die Auswahl meiner Rollen angeht.
Natürlich habe ich Blair Witch gesehen, auch REC und muss gestehen, dass ich da schon gut eingetaucht bin. Das hängt einem schon noch ein wenig nach wenn man danach im Wald ist 😉

Ja, das kenne ich auch. 😉 Wie hast Du Dich auf Deine Rolle in Seekers vorbereitet?

Übermäßig viel Zeit hatte ich nicht. Ich habe das Drehbuch ca. 1 Monat vor Drehbeginn bekommen. Ich habe natürlich das Buch gelesen und mir ein Bild von Mike und den anderen gemacht und in welchen Verhältnissen sie zueinander stehen.
Die detaillierte Vorbereitung haben wir teilweise auch gemeinsam gemacht.

Auf Deiner Homepage habe ich gelesen, dass Du auch in anderen Filmen mitspielst, die nicht im Found Footage Bereich beheimatet sind. Wo liegt aus Deiner Sicht der Unterschied zwischen den klassischen und den „Wackelkamera“ Filmen?

Klar, wie gesagt möchte ich mich da nicht festlegen und bei den Dutzenden Projekten an denen ich bisher gearbeitet habe sind da natürlich auch unterschiedliche Genres dabei 🙂
Bei klassischen Filmen ist schade, dass ein Take, der einem schauspielerisch super gefällt oft aus technischen Gründen wiederholt werden muss.
Wenn die Kamera aber wackeln darf und an Licht einfach genommen wird, was da ist, halten wir einfach drauf und spielen.
Das hat schon auch was für sich. Zum Glück gibt es beides, denn beides hat seine Vorteile.

Da stimme ich Dir voll und ganz zu. Wäre ja auch langweilig, wenn es nur noch eine Art zu filmen geben würde. Last but not least würde mich noch interessieren, ob Du ein paar Tipps für meine Leser hast, die auch mit dem Gedanken spielen als Schauspieler tätig zu werden?

Lasst es! 😀
Nein, im Ernst: Das kommt sehr auf den Rahmen an, in dem man schauspielerisch tätig sein will.
Wenn man professionell Arbeiten will, muss man erstmal investieren. Arbeit, Zeit und Geld.
Ausnahmen gibt es immer, aber einen richtig guten Dreh, in dem man eine tolle Rolle bekommt, kriegt man nicht mal eben so.
Wenn man sich einfach nur mal ausprobieren will, weil einem alle immer sagen wie viel Talent man hat,
dann würde ich ein paar schlichte Szenen aufnehmen und mich damit bei Studentendrehs bewerben. Die suchen ständig Darsteller für ihre Produktionen.
Auch da kann dann eins zum anderen führen, wenn man eine gute Leistung abliefert kann man sich mit dem entstandenen Material vielleicht den nächst größeren Dreh an Land ziehen.
Aber auch hier braucht man ziemliche Geduld und Durchhaltevermögen, Wartezeiten von weit über einem Jahr bis ein Projekt fertig wird sind keine Seltenheit und auch dass Projekte nicht fertiggestellt und nie genutzt werden können, kennt fast jeder Kollege. 

Vielen Dank für Deinen Rat und das freundliche Interview. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg und freue mich schon darauf Dich bald in Seekers zu sehen.

Ich freue mich immer über neue Interviewpartner. Also wenn Du in irgendeiner Form an der Entstehung eines Films, einer Serie oder etwas ähnlichem im Found Footage Genre beteiligt bist und gerne hier darüber sprechen möchtest, dann schick mir einfach eine kurze Mail mit ein paar Infos zu Deinem Projekt. Ich antworte Dir dann schnellstmöglich und beginne im Anschluss mit dem Aufsetzen der Fragen für unser Gespräch.
Weitere Informationen zum Ablauf eines Interviews bekommst Du dann in meiner Antwortmail.

Ich freue mich darauf von Dir zu lesen 🙂

Beitragsbild: © Michael Effenberger

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