In Steven Quales Sturmjäger Mockumentary Storm Hunters geht es sehr stürmisch zur Sache. Autos, Häuser und Menschen werden durch die Luft gewirbelt und ganze Landstriche dem Erdboden gleich gemacht. In meiner Kritik verrate ich Euch ob mir der frische Windzug in meinem Wohnzimmer gefallen hat, oder nicht.

Darum geht es in Storm Hunters

Die Stadt Silverton wird eines Tages urplötzlich von einem gewaltigen Tornado verwüstet. Kein Stein liegt mehr auf dem anderen, aber dennoch sagen die Experten, dass dies erst der Anfang gewesen sein soll und das dem Städtchen das Schlimmste noch bevorsteht. Während die Einwohner panisch die Stadt verlassen und nach Schutz suchen, macht sich eine kleine Gruppe todesmutiger Storm Chaser auf den Weg um sich dieser Naturgewalt entgegenzustellen. Unterwegs stoßen sie auf einen besorgten Vater, der seinen ahnungslosen Sohn vor dem Supersturm retten möchte. Doch keiner von ihnen ahnt was wirklich auf sie zukommt.

Storm Hunters Kritik

Ich hatte es beim Betrachten der vielen Trailer und Clips bereits geahnt und nachdem ich Steven Quales Storm Hunters nun endlich gesehen habe, wurde meine Vorahnung bestätigt: Bei Storm Hunters (aka. Into the Storm) handelt es sich leider nicht um einen Found Footage Film. Es gibt zwar jede Menge Videomaterial, welches von den Haupt- und Nebendarstellern aufgezeichnet wurde, aber gefunden hat das dann anschließend niemand. Der stürmische Thriller fällt eher in die Kategorie Mockumentary. Ein Found Footage Film wäre mir zwar lieber gewesen, aber der Doku Stil hat in diesem Fall zum Glück auch sehr gut gepasst. Nachdem das gesagt ist, kann ich nun auch mit der eigentlichen Kritik beginnen 😉

Storm Hunters

A scene from New Line Cinema’s and Village Roadshow Pictures‘ thriller „INTO THE STORM,“ a Warner Bros. Pictures release. Credit: Courtesy of Warner Bros. Pictures

Storm Hunters ist ein sehr stürmischer Thriller im Doku Stil und lässt Wirbelstürme wie z.B. in Twister im Vergleich eher wie laue Sommerlüftchen wirken. Das Ganze wird unterstützt durch sehr sehenswerte CGI Effekte, die uns als Zuschauer mitten in das kleine Städtchen Silverton versetzen und uns den Sturm aus nächster Nähe miterleben lassen. Und das ist wirklich ein Tornado, der es in sich hat.
Neben den beeindruckenden Special Effects gibt es auch noch eine ganze Menge Schauspieler, die eine wesentliche Rolle für die Handlung des Films spielen. Leider konnten diese mich aber nicht ganz so sehr überzeugen wie es der computergenerierte Supersturm tat. Zwar haben Richard Armitage (Der Hobbit), Sarah Wayne Callies (The Walking Dead) und der Rest des Casts überzeugend gespielt, aber die Figuren an sich kamen irgendwie nicht so gut bei mir an. Gut, in einem Found Footage Film, oder wie in diesem Fall in einer Mockumentary kann man nicht unbedingt erwarten eine Art Beziehung zu den Figuren aufzubauen und das habe ich auch nicht erwartet, aber die Charakterauswahl in Storm Hunters hat so gewirkt als wenn dieses Ziel eigentlich angestrebt gewesen ist:

  • Der Schuljunge, der sich in eine Mitschülering verliebt hat und nun endlich seinen ganzen Mut zusammen nimmt um sie anzusprechen…
  • Der Schulleiter, der einen guten Job machen möchte aber immer wieder mit seinen Söhnen aneinander gerät…
  • Der Ober-Sturmjäger, der nichts anderes im Kopf hat als seinen Job und dem menschliche Schicksale dabei egal sind…

 

Diese Liste könnte ich noch um einige Punkte erweitern, aber ich denke es ist klar geworden was ich meine. Bei so vielen Figuren und zwischenmenschlichen „Ereignissen“ ist es natürlich schwer in knapp 90 Minuten zu wirken und dann auch noch ein paar schwere Stürme durch die Gegend ziehen zu lassen. „Weniger ist mehr“ wäre hier daher sicherlich ein guter Ratschlag gewesen.

Der effektvolle Megasturm und die ansonsten wirklich guten Schauspieler holen hier aber wieder einiges raus und machen Storm Hunters dennoch zu einem sehenswerten und spannenden Katastrophenfilm.

Mein Fazit:

Wer auf sehenswerte Special Effects steht, diese auch gerne mal in einer Mockumentary verpackt sehen möchte und wem die einzelnen Handlungsstränge nicht soooooo wichtig sind, der wird mit Storm Hunters seine helle Freude haben.

Good

  • Sehr gute Special Effects
  • Spannend erzählt
  • Gute Schauspieler

Bad

  • Leider zu viele Handlungsstränge
7

Gut

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