Vor Kurzem lag endlich die UK Version der SX_ Tape DVD in meinem Briefkasten und ich konnte einen Blick auf den Found Footage Film des Candyman Regisseurs Bernard Rose werfen. Wie mir der Film gefallen hat, verrate ich Euch in meiner Kritik.

Darum geht es in SX_ Tape:

Künstlerin Jill und Filmemacher Adam führen eine sehr körperliche Beziehung. Wann und wo immer es gerade passt, fallen sie übereinander her. Um Ihrem Sexleben noch mehr Würze zu verleihen hat Adam seine Freundin dazu überredet ihre „Abenteuer“ auf Video festzuhalten.
Bald schon reichen den beiden aber das heimische Bett und die Rückbank im Auto nicht mehr als Location für ihre Filmchen aus. Daher schlägt Adam ein altes, verlassenes Krankenhaus als Drehort für ihr nächstes Sextape vor.
Nachdem sie sich nicht ganz rechtmäßig Zugang verschafft haben, sind Jill und Adam beeindruckt von der düsteren und gruseligen Atmosphäre in dem alten Krankenhaus. Es dauert auch nicht lange bis sie die perfekte Location für ihr nächstes Video gefunden haben. Doch ihre Anwesenheit erweckt etwas in den alten Mauern, das sie besser hätten ruhen lassen sollen…

SX_ Tape kritik:

Wenn ein junges Paar mit einer Videokamera in ein verlassenes Krankenhaus einbricht in dem eine böse Kraft schlummert, dann enden solche Abenteuer meistens nicht sehr gut für diese Pärchen. Und so ist es auch kein Wunder, dass sich Jill und ihr Freund Adam rückwirkend betrachtet lieber doch einen anderen Drehort für ihr Sextape ausgesucht hätten.
Gleich zu Beginn spürt man als Zuschauer schon, dass mit diesem alten Krankenhaus etwas nicht stimmt bzw. dass dort noch mehr sein muss als ein paar leere Behandlungszimmer.
Düstere Gänge und Räume mit Überbleibseln aus der Zeit als dort noch Ärzte und Patienten umherwanderten, spärliches Licht und der Zahn der Zeit sorgen hier für eine der gruseligsten Locations, die ich bis jetzt in einem Horrorfilm gesehen habe. Aber ein cooler Drehort allein macht natürlich noch keinen Horrorfilm aus, deshalb hat Bernard Rose gleich noch ein paar Schockeffekte und zusätzlichen Grusel eingebaut. Das alles zusammen funktioniert auch schon sehr gut, besonders am Ende des Films. Aber (ein Aber musste ja kommen) leider finde ich SX_ Tape nicht so richtig spannend. Ich bin zwar nicht vor Langeweile eingeschlafen, aber gefesselt hat mich der Film jetzt auch nicht wirklich. Schade, denn SX_ Tape hätte sicher das Zeug dazu gehabt ein richtig spannender Found Footage Film zu werden.

Zum Glück gibt es aber, das schon weiter oben angesprochene, Finale des Films. Hier haben sich Bernard Rose und sein Team nochmal so richtig ins Zeug gelegt. Zwar hatte ich schon im Vorfeld mit einem ähnlichen Ende gerechnet, aber so wie es umgesetzt wurde, war ich dann doch positiv überrascht.

Die schauspielerische Leistung ist größtenteils gut. Es gab nur ganz wenige Szenen in denen ich ein paar Nebendarstellern nicht abgenommen habe was sie darstellen wollten. Sowohl Caitlyn Folley (Jill) als auch Ian Duncan (Adam) machen ihre Sache aber wirklich gut und kommen glaubwürdig rüber.

In Punkto Effekte beeindruckt SX_ Tape zwar auf der einen Seite mit einer genialen Location, die der Zahn der Zeit so richtig schön in die Mangel genommen hat, enttäuscht aber auf der anderen Seite mit einer ruckelnden Gestalt, die sich an die gefesselte Jill heranschleicht. Die Maske hat ihren Job dafür aber wieder sehr gut gemacht. Zum Beispiel sah Blut aus wie Blut und es wurde nicht übertrieben doll geschminkt.

Mein Fazit:

SX_ Tape hat es leider nicht in meine Toplisten für die einzelnen Bewertungskriterien geschafft, aber trotzdem ist es kein schlechter Film. Ich hätte mir zwar etwas mehr Spannung gewünscht, aber die Location, die gruselige Grundstimmung und vor Allem das Ende holen einiges wieder raus und machen SX_ Tape sehenswert.

Info: Als Grundlage für diese Kritik diente mir die UK DVD von SX_ Tape.

Good

  • Gruselige Grundstimmung

Bad

  • Leider nicht sehr spannend
6.3

Ganz O.K.

Passionierter Blogger, Filmfreak und ein wenig Nerd!

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