The Borderlands ist ein Found Footage Horror-Schocker aus England und hat durch die vielen positiven Kritiken auf sich aufmerksam gemacht. So handelt es sich laut Fangoria bei The Borderlands um „den besten Found Footage Horror des Jahrzehnts„. Ob ich ihre Meinung teile oder nicht erfahrt Ihr in meiner Kritik.

Darum geht es in The Borderlands:

Eine alte, abgelegene Kirche in der englischen Provinz: Bei der Taufe eines Babys kommt es zu mysteriösen Zwischenfällen, die die Gemeinde verängstigen. Der Vatikan schickt ein Ermittlerteam. Die Gruppe um Pater Amidon soll untersuchen, ob es sich hierbei um paranormale Ereignisse handelt.

Zunächst verdächtigen die Ermittler den psychisch kranken Pfarrer, die Vorfälle zu inszenieren. Doch dann treffen sie auf das unvorstellbare Böse, das in den Eingeweiden der Kirche erwacht ist und alles in den Wahnsinn reißt, was sich ihm entgegenstellt. Ein höllisches Inferno bricht los …

Quelle: Ascot-Elite

Gruselfaktor:

Meistens halten Filme deren Cover voller überschwänglicher Lobhudeleien strotzen leider nicht das was die Aufdrucke versprechen. The Borderlands ist hier eine der wenigen Ausnahmen. Der Found Footage Horrorfilm ist wirklich sehr gruselig und voller Schockeffekte.
Regisseur Alex Elliot Goldner und sein Team haben hier wirklich ganze Arbeit geleistet. Die gute Schauspielperformance der Darsteller Gordon Kennedy, Aidan McArdle, Robin Hill, Luke Neal und Patrick Godfrey unterstützen den Gruselfaktor zusätzlich. Zudem wird man als Zuschauer stetig im Dunkeln über die Geschehnisse gelassen, so dass man nie wirklich sagen kann ob das Gezeigte „echt“ oder nur ein Fake ist und was noch viel besser ist: Die eigene Fantasie wird angeregt, da das Geschehen genau zur richtigen Zeit aus dem Blickfeld der Kamera gerät.

The Borderlands - Szenenbild

© Ascot-Elite

Spannung:

Auch in diesem Punkt weiß Goldners The Borderlands zu überzeugen. Der Spannungsbogen wird immer weiter aufgebaut bis man es kaum mehr aushält. Immer rechnet man mit einem Schockeffekt, aber wenn er dann kommt ist man doch nicht vorbereitet. The Borderlands bietet hier den perfekten Mix aus Grusel und Spannung. Erst hört man nur ein leises Kratzen, welches dann immer deutlicher hervortritt, dann kommen Stimmen, Geschrei und sehr tiefer Bass dazu und gipfeln tut das Ganze dann wie schon erwähnt mit einem Schockmoment, den man zwar kommen sehen, aber nicht erwartet hat.

The Borderlands - Szenenbild

© Ascot-Elite

Glaubwürdigkeit:

Die immer wieder gern gestellte Frage: „Warum müssen eigentlich immer Kameras laufen?“ wurde im Found Footage Horror The Borderlands plausibel beantwortet. Einzig die Schnitte und Wechsel zwischen den verschiedenen Kameras wirken teilweise etwas zu professionell.
Von Schauspielerischer Seite sind alle Charaktere glaubwürdig und die Darsteller machen ihren Job wirklich gut. Neben dem Ermittlungsteam sticht hier besonders der „etwas merkwürdige“ Pfarrer hervor.

The Borderlands - Szenenbild

© Ascot-Elite

Effekte:

In diesem Punkt schwächelt The Borderlands leider etwas. Die Special Effects beschränken sich auf explodierende Lampen und Soundeffekte. Letztere sind dafür aber wirklich gut umgesetzt und verleihen dem Film eine gruselige Atmosphäre. Anfangs muss man noch genau hinhören um überhaupt etwas wahrzunehmen und je weiter der Film voran schreitet, desto lauter werden das Brummen, die Stimmen und die übrigen Geräusche. Durch diesen Effekt glaubt man selbst dem „Ziel“ immer näher zu kommen.
Auch die Location und das Design einzelner Elemente passen sich sehr gut ins Gesamtbild des Films ein. Sei es das Gewölbe der Kirche oder die herumliegenden Skelette…

The Borderlands - Szenebild

© Ascot-Elite

Fazit:

Ich hätte es Anfangs wirklich nicht gedacht, aber The Borderlands ist ein gruseliger und spannender Found Footage Film. Als Horror-Fan und als Found Footage Anhänger sowieso, sollte man den Film unbedingt gesehen haben. Wer immer noch glaubt, dass das Found Footage Genre seinen Zenit überschritten hat, der sollte ebenfalls mal einen Blick riskieren.

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Beitragsbild: © Ascot-Elite

Good
  • Gruselig
  • Spannend
  • Interessantes Ende
Bad
  • Zwischendurch ein paar Längen
7.9
Gut
Passionierter Blogger, Filmfreak und ein wenig Nerd!

2 Kommentare

  1. Erstmal ein Dankeschön, denn ohne found-footage.de wäre mir dieser Film wohl durch die Lappen gegangen.

    Die ersten 10 Minuten sind eigentlich die schwersten, denn der Storyaufbau um den Techniknerd der netterweise erklärt um was es geht und warum alles aufgezeichnet werden muss empfand ich als zu zweckdienlich.
    Der mürrische Säuferpfarrer und sein kleinkarierter Chef sind auch nicht gerade ein Beispiel für geniales Autorenhandwerk aber man gewöhnt sich schnell an sie und mit der Zeit bekommen alle Charaktere genug Gewicht das sie einem nicht vollkommen scheissegal sind.
    Der meiner Meinung nach eine gute halbe Stunde zu langer Film entwickelt sich im zweiten Drittel aber zu einem richtig spannenden und unterhaltsamen Beispiel der Found Footage Filme. Die Story wird dichter, es kommen immer mehr Details zum tragen und die Charaktere drehen alle langsam durch. Man spürt das es sich auf ein besonderes Ende zuspitzt das man dann auch bekommt. Damit hatte ich jedenfalls nicht gerechnet.

    Unterm Strich klasse Streifen – Am Anfang und im ersten Drittel muss man halt dranbleiben.

    Antworten
    • Hi Thomas,

      wow, vielen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar und Deine Meinung über den Film.

      Beste Grüße
      Flo

      Antworten

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